Prozesse erst denken — dann migrieren?
S/4HANA ist ein System. Erfolg ist ein Prozessthema. Wer auf Standard geht, ohne vorher zu entscheiden, welche Prozesse bleiben, scheitert an der Realität der Fachbereiche. Wir helfen, das Zielbild zu schärfen — bevor der Code geschrieben wird.
Welche Prozesse tragen Sie wirklich?
Vor der Tool-Frage kommt die Führungsfrage. Drei, die vor jedem Migrations-Kickoff beantwortet sein müssen.
Was ist wirklich ein Standardprozess?
Der Satz „das ist bei uns individuell" hält vieles am Leben, was SAP längst im Standard kann. Ein ehrlicher Fit-to-Standard-Workshop schafft Klarheit.
Welche Prozesse sind wettbewerbsrelevant?
Genau dort lohnt sich Individualität — und nur dort. Der Rest gehört auf Standard, um künftige Upgrades nicht wieder zur Großoperation zu machen.
Wo entsteht messbarer Mehrwert?
Embedded Analytics, ML-Empfehlungen, vorausschauende Planung — S/4HANA bietet neue Funktionen. Aber nur, wenn Prozesse und Daten dafür gebaut sind.
Vom Ist-Wildwuchs zum entschiedenen Zielbild
Ist-Analyse
Process-Mining, Key-User-Interviews, Pain-Heatmap.
Zielbild
SAP Best Practices als Referenz, strategische Differenzierung.
Fit-Gap
Delta bewerten: halten, harmonisieren, erfinden.
Entscheidung
Governance, Verantwortlichkeiten, Migrations-Weg festlegen.
Handover
Übergabe an Realisierung — mit klaren Prozess-Specs.
Prozess-Design mit technischem Realitätscheck
Wo echte Veränderung stattfindet
- Rollen werden neu geschnitten. Universal Journal macht die Grenze zwischen FI und CO durchlässig — Teams müssen sich neu aufstellen.
- Entscheidungspunkte verlagern sich. Prozesse werden in Echtzeit steuerbar — Verantwortung muss näher an den Ort des Geschehens rücken.
- Workarounds werden sichtbar. Was in Excel stattfand, kommt zurück ins System — und muss dort abgebildet oder bewusst gestrichen werden.
- Kennzahlen werden vergleichbar. Einheitlicher Kontenrahmen, harmonisierte Stammdaten — Konzernsteuerung wird überhaupt erst möglich.
Was technisch entschieden werden muss
- Clean Core als Prinzip. Erweiterungen nach BTP auslagern, Kern im Standard halten — das definiert Ihre künftige Upgrade-Fähigkeit.
- Side-by-Side oder In-Stack. Entscheidung zwischen Extensions in ABAP RESTful vs. BTP. Hat Kosten- und Skill-Konsequenzen.
- Integrationslandschaft. Wie viele Umsysteme hängen am Prozess? Jede Prozessänderung hat Schnittstellen-Echo in SAP CPI, API Management, EDI.
- Governance für Stammdaten. MDG oder Eigenentwicklung — die Entscheidung fällt hier, nicht im Realize-Abschnitt.
Ein Redesign-Sprint lohnt sich fast immer.
Wer drei bis sechs Monate in ein sauberes Zielbild investiert, spart in der Umsetzung oft das Dreifache — durch weniger Change Requests, klarere Tests und ein besser vorbereitetes Key-User-Team.
Berater, die Prozess und Technik gleichermaßen verstehen.
Unsere Redesign-Spezialisten sind keine Methodiker ohne SAP-Hintergrund — sie kommen aus SD, MM, FI/CO oder PP und wissen, was im Standard möglich ist.
Experten finden →Wann ist der richtige Moment für Redesign?
Müssen wir das vor der Migration machen?
Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Wer während der Realisierung über Prozesse verhandelt, riskiert Scope Creep und zermürbte Key-User. Ein Sprint vorab bringt Klarheit.
Lohnt sich das auch bei Brownfield?
Ja — gerade dort. Nach der technischen Conversion folgt oft ein Prozess-Optimierungsschritt. Den kann man vorziehen und das Zielbild danach technisch umsetzen.
Wie groß ist das Team?
Typisch: 1 Lead Architect, 1 Methodiker, 3–5 prozessseitige Spezialisten, plus Key-User aus den Fachbereichen. Wir vermitteln die externe Seite, Sie stellen die Fachbereichs-Köpfe.